Wie du Behance mit maximalem Erfolg nutzen kannst

Lesezeit: 3 Minuten Autor: Lea Veröffentlicht: Zuletzt aktualisiert:
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Was die Plattform für Kreative kann und wieso du jetzt ein Portfolio anlegen solltest

Behance. Der online Treffpunkt für Kreative, die ihre Arbeiten präsentieren und ihr Portfolio mit potenziellen Arbeitgebern teilen möchten. Doch wie funktioniert Behance? Lohnt es sich, ein Portfolio anzulegen?

Was genau ist Behance?

2006 gegründet und seit 2012 ein Teil der Adobe Creative Cloud: Behance ist eine kostenlose Plattform für Künstler, Designer und Fotografen, die ihre Arbeiten in Form von Profilen und Projekten präsentieren und sich darüber austauschen möchten. Gerade für Menschen ohne festen Arbeitgeber wird es interessant: Denn ein aufwendiges Versenden der Bewerbungsunterlagen war gestern. Ein über Behance angelegtes, individuelles Profil lässt sich per dazugehöriger URL bequem teilen und ständig aktualisieren. Das sogar problemlos von unterwegs, da du über die App jederzeit einen einwandfreien Zugriff hast. Doch Behance kann noch mehr. Die Plattform umfasst auch die Möglichkeit des Social Networkings. Sprich: Die große Community kann dir direktes Feedback zu deinen Arbeiten geben. Das verschafft zusätzliche Sicherheit – oder du überlegst es dir mit einem Werk lieber doch noch einmal anders, bevor du es deiner Projektsammlung hinzufügst. Außerdem kannst du über die „Creative Jobs“ Sidebar regionale und internationale Jobangebote ausfindig machen und mit den Zuständigen in Kontakt treten.

 

Was ist ein Projekt?

Ein Projekt ist eine Gruppe von Bildern, Videos oder anderweitigem digitalen Content zu einem bestimmten Thema oder einer Idee. Jedes Projekt kannst du per URL mit Kuratoren, Personen deiner Wahl oder anderen Social Media Netzwerken teilen. Genauso siehst du auch eine Anzeige für Views und Appreciations , um zu verfolgen, wie viele deine Arbeit bereits gesehen und geliked haben. Normalerweise besteht ein Projekt aus 10 bis 15 Uploads, ausgestattet mit je einer kurzen Beschreibung und einem Titel.Jedes Projekt wird deinem Profil hinzugefügt und kann auch von jedem angesehen werden. Ein Limit auf Projekte gibt es nicht. Jedoch ist Behances offizielle Empfehlung: Qualität vor Quantität.

Ist Behance ein Soziales Netzwerk?

Behance ist im Prinzip nichts anderes als ein hochwertigeres Instagram für professionelle Künstler. Andere Behance Mitglieder können deinem Profil folgen, genauso wie auch du deinen Favoriten folgen kannst. Auf der For You Seite werden die Aktivitäten der Personen, denen du folgst, angezeigt. Du wirst benachrichtigt, wenn diese etwas Neues uploaden, Werke „appreciaten“ oder Content zu ihren Moodboards hinzufügen. Je mehr Leuten du folgst, desto mehr Projekt-Cover erscheinen in deinem Feed. Diese kannst du per Click öffnen, um den Content im vollen Umfang zu betrachten.

Oder du schaust dir Livestreams von führenden Artisten an, um neue Techniken zu erlernen. Die Möglichkeiten auf Behance reichen weit und sind vielfältig.

Gerade ist schon das Wort Moodboards gefallen. Sie lassen sich gut mit Boards auf Pinterest vergleichen. Du kannst inspirierende oder besondere Werke für dich in „Stimmungsboards“ abspeichern und diese entweder öffentlich einsehbar lassen oder nur für dich privat zugänglich machen.

Vor allem das Feedback der anderen Mitglieder ist ein wichtiger Faktor, um sich selbst immer weiter zu verbessern. Durch die Appreciations und Kommentare siehst du deine Werke nochmal aus einem ganz anderen Blickwinkel. Hierbei ist sicher auch die WIP (Work in Progress) Funktion eine große Hilfe. Bist du dir noch nicht sicher, ob du ein Projekt dauerhaft zu deinem Profil hinzufügen möchtest, kannst du es als WIP hochladen. Dieses ist 24 Stunden sichtbar, während denen du dir Meinungen einholen kannst. Eine praktische Funktion. Schließlich ist dein Behance Profil ein Onlineportfolio, auf dem du ausschließlich die besten Arbeiten hochladen solltest. Because there is no second chance for a first impression.

Übrigens kannst du auch private Nachrichten versenden. Egal ob an andere Künstler oder Agenturen. Mit etwas Glück flattert auch bald ein Jobangebot rein.

Wie erstelle ich gute Projekte?

Bei einem Projekt kommt es, wie bereits erwähnt, auf die Qualität an. Ladet deswegen nur erstklassigen Content hoch! Übrigens ist es für Kuratoren und andere Arbeitsgeber viel interessanter, den Weg zum Ergebnis zu sehen, anstatt nur das fertige Werk. Eine Bildschirmaufnahme vom Gestaltungsprozess im Zeitraffer, erste Skizzen, Serien und ultra genaue Details sollten in deinen Projekten nicht fehlen.

Zögere also nicht, nur einen Ausschnitt einer großen Datei oder ein Video deiner Animation hochzuladen. Wenn durch das Projekt hindurch ein klarer Konzeptgedanke erkennbar ist, hast du alles richtig gemacht.

Wie erreiche ich eine große Reichweite auf Behance?

Jeder fängt irgendwo mal klein an. Damit das aber nicht lange so bleibt, am besten von Anfang an aktiv in der Community mitwirken. Folgt inspirierenden Personen und bau dir ein Netzwerk auf. Antworte auf Kommentare und appeciated die Projekte der anderen Behance Member. Teilt deine URL und reposte das ein oder andere Projekt unbedingt auch auf weiteren Social Media Seiten. Egal ob Twitter, Facebook oder Instagram. Durch multiples Auftreten in vielen verschiedenen Sozialen Netzwerken erhöht man seine Reichweite automatisch. Natürlich generieren auch Kollaborationen mit anderen Designern und Freelancern eine größere Reichweite. Vielleicht ist so eine Zusammenarbeit auch ein Horizont erweiterndes Erlebnis. Man weiß ja nie.

Weiterhin können die Statistiken, die Behance anbietet, mehr darüber verraten, wie dein Werke ankommt und was man noch ändern könnte. Außerdem gibt dir Behance die Möglichkeit, das eigene Portfolio in gewissen Maßen zu individualisieren. Du hast freie Verfügung über die Größen der Abstände oder die der Trennzeichen. Unter anderem kannst du auch eine Hintergrundfarbe wählen, die genau zu deinem Stil passt. Behance ist eine Plattform für Kreative. Du wirst nicht gezwungen, deine Arbeiten in eine ganz konkrete Form zu quetschen. Vergiss also nicht, dein Portfolio zu einem Spiegelbild deiner selbst zu machen. Es zeugt von Kreativität und Einzigartigkeit.

Ansonsten heißt es abwarten und Tee trinken. Bringe ein wenig Geduld mit. Schließlich warten die Kuratoren und Arbeitgeber nicht darauf, dass du dir endlich ein Behance Portfolio anlegst. Mache dich also bemerkbar und zeig dich von der besten Seite. Wer weiß, vielleicht springt schon bald ein Jobangebot oder ein Arbeitsauftrag heraus.

Lea
Lea

Ein Hobby wird zum Beruf. Dirket von der Schülerzeitung aus ging es zu pixx.io in die Schreibwerkstatt. Mittlerweile kümmert sie sich vor allem um den Blog und um die Erfolgsstories mit unseren Kunden. Eigentlich studiert Lea aber Psychologie und ist in ihrer Freizeit auf den Volleyballfeldern zu finden.

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